Speicher-Rechner für Photovoltaik

Berechnen Sie, welche Speichergröße zu Ihrer PV-Anlage passt, wie stark Eigenverbrauch und Autarkie steigen und ob die Mehrkosten im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Interaktiver Rechner

Speichergröße, Eigenverbrauch und Amortisation live berechnen

Vergleichen Sie Speichergrößen, Mehrkosten, Eigenverbrauch, Autarkie und grobe Speicher-Amortisation für Ihr Haus.

EEG-Standard: 7,7 ct/kWh Teileinspeisung, 12,22 ct/kWh Volleinspeisung bis 10 kW. Werte unten anpassbar.

Eingaben

Dachfläche70
Vergütungsmodell
Der gewählte Satz fließt direkt in Einspeiseerlös, Amortisation und 25-Jahres-Vorteil ein.
Speichergröße8 kWh

Empfehlung

Sinnvolle Speichergröße4,5 kWh
Speicher-Amortisation9,3 Jahre
Benötigte Dachfläche37 m²
PV-Ertrag pro Jahr6.072 kWh
Eigenverbrauch64 %
Autarkiequote87 %
Einspeisevergütung7,7 ct/kWh
Nutzen im 1. Jahr1.540 €
Amortisationsband7,7–10,1 J.
Speicherwert/Jahr515 €
PV-Kosten9.000 €
Speicherkosten5.200 €
Einspeisung2.176 kWh
Eigenverbrauch3.896 kWh

Smart-Hinweise

  • Die Dachfläche reicht für die empfohlene Größe aus. Rund 37 m² sollten frei nutzbar sein.
  • Der Speicher hebt den Eigenverbrauch auf etwa 64 %. Prüfen Sie im Angebot besonders Speicherpreis und Garantie.
  • Teileinspeisung kombiniert Eigenverbrauch mit Einspeisung. Jede selbst genutzte kWh wird hier mit 37,6 ct/kWh Strompreis bewertet.
  • Mit Wärmepumpe oder E-Auto würde die optimale Anlagengröße deutlich steigen.

Näherungsrechnung mit editierbaren Standardannahmen: PV 1.100 €-1.500 €/kWp, Speicher 450 €-750 €/kWh und Betriebskosten 1 % der PV-Investition pro Jahr. Berücksichtigt werden 0,5 % Moduldegradation pro Jahr, Wechselrichterersatz, möglicher Speicherersatz, Finanzierungskosten, Zeiten ohne Einspeiseerlös und ein Restwert. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung und keine Renditegarantie.

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Speichergröße berechnen

Die beste Speichergröße ist die, die zum Abendverbrauch passt

  • Der Rechner sollte PV-Überschuss, Lastprofil, Kapazität und Wirkungsgrad gemeinsam betrachten.
  • Eigenverbrauch und Autarkie sind verschiedene Kennzahlen.
  • Die Speicher-Mehrkosten müssen gegenüber derselben PV-Anlage ohne Speicher gerechnet werden.
  • Notstrom, Wallbox und Wärmepumpe sind eigene Anforderungen und keine automatische Folge einer größeren Batterie.

So finden Sie eine sinnvolle Speichergröße

Der Rechner nutzt Verbrauch und PV-Erzeugung als Ausgangspunkt. Entscheidend ist, wie viel überschüssiger Solarstrom tagsüber vorhanden ist und wie viel Energie abends sowie nachts benötigt wird. Eine Batterie kann nur Energie verschieben, die vorher tatsächlich erzeugt und nicht direkt verbraucht wurde.

Beginnen Sie mit mehreren Größen statt mit einer festen Faustregel. Wenn ein kleiner Speicher viele Abende abdeckt, bringt ein größerer Speicher vielleicht nur noch wenig zusätzlichen Eigenverbrauch. Umgekehrt kann eine sehr kleine Batterie bei hoher Last früh leer sein. Das Ergebnis sollte eine Entscheidungshilfe und kein Verkaufsziel sein.

Eigenverbrauch und Autarkie einordnen

Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, wie viel des erzeugten Solarstroms im eigenen Haushalt genutzt wird. Der Autarkiegrad beschreibt, wie viel des gesamten Verbrauchs aus PV und Speicher stammt. Ein Speicher kann beide Werte erhöhen, ohne dass die Anlage mehr Strom erzeugt.

Ein hoher Autarkiegrad im Sommer sagt wenig über den Netzbezug im Winter. Schauen Sie auf die Monate und prüfen Sie, wie viele Kilowattstunden der Speicher tatsächlich durchsetzt. Ladeverluste und Standby-Verbrauch gehören in die Modellrechnung, sonst wird der Nutzen überschätzt.

  • Nutzbare statt nur nominelle Kapazität eingeben.
  • Lade- und Entladeverluste abziehen.
  • Verbrauchszeiten von Wärmepumpe und Wallbox gesondert abbilden.

Mehrkosten und Amortisation des Speichers

Rechnen Sie den Speicher inkrementell: Welche zusätzliche Investition fällt gegenüber der PV ohne Speicher an, und wie viel Netzbezug wird dadurch vermieden? Wenn der Speicher in einem Paketpreis steckt, lassen Sie den Aufpreis separat ausweisen. Nur so können Sie verschiedene Kapazitäten fair vergleichen.

Für die Lebensdauer sollten Sie nicht einfach die der PV-Anlage übernehmen. Ein möglicher Ersatz, Garantiegrenzen und die Zahl der Zyklen beeinflussen die Rechnung über die Laufzeit. Der Mehrwert kann auch in Notstrom oder Komfort liegen; kennzeichnen Sie diese Ziele getrennt von der reinen Kostenrechnung.

Kleine Kapazität

Kann für Abendspitzen reichen und bindet weniger Kapital.

Mittlere Kapazität

Deckt häufig einen großen Teil der typischen Nachtlast ab.

Große Kapazität

Braucht genug PV-Überschuss und bleibt sonst oft unvollständig geladen.

Betrieb und Technik mitbewerten

Ein Speicher ist Teil eines Systems. Prüfen Sie Kompatibilität mit Wechselrichter, Messung und Energiemanagement sowie die Regeln für Erweiterung und Software. Für Notstrom müssen Umschaltung, Leistung und die zu versorgenden Stromkreise geklärt werden.

Der HTW-Stromspeicher-Inspektor hilft, Effizienzwerte verschiedener Systeme zu vergleichen. Nutzen Sie solche Daten als technische Ergänzung, aber entscheiden Sie nicht allein nach einem Testergebnis. Ein gut vermessenes, passend dimensioniertes System ist für Ihr Haus wichtiger als ein Spitzenwert im Prospekt.

Quellen für die eigene Prüfung

Hier finden Sie fachliche Grundlagen und offizielle Informationen zur eigenen Prüfung.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Speichergröße: Häufig passt etwa 1 kWh pro 1.000 kWh Jahresverbrauch.
  • Eigenverbrauch: Ein passender Speicher kann den Eigenverbrauch grob von 25–35 % auf 55–75 % erhöhen.
  • Autarkie: Der Netzbezug sinkt spürbar, vollständige Unabhängigkeit ist im Winter aber unrealistisch.
  • Kosten: Kleine Heimspeicher liegen oft grob im Bereich mehrerer hundert Euro pro kWh nutzbarer Kapazität.
  • Wirtschaftlichkeit: Entscheidend ist nicht maximale kWh-Zahl, sondern ein Speicher, der regelmäßig arbeitet.

So finden Sie die richtige Speichergröße

Ein Batteriespeicher soll Solarstrom vom Tag in den Abend und die Nacht verschieben. Dafür muss er zum Verbrauch passen. Ist er zu klein, bleibt viel Überschuss ungenutzt. Ist er zu groß, bleibt Kapazität leer oder wird selten vollständig entladen. Die Verbraucherzentrale nennt als einfache Orientierung etwa 1 kWh Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Dieser Richtwert ist ein Startpunkt, kein Ersatz für eine konkrete Auslegung.

Jahresverbrauch Typische PV-Anlage Speicher als Startwert Wann größer prüfen?
3.000 kWh5–7 kWp4–5 kWhviel Abendverbrauch
4.500 kWh8–10 kWp5–8 kWhHomeoffice, große Grundlast
7.000 kWh10–14 kWp8–12 kWhWärmepumpe oder Wallbox
10.000 kWh14–18 kWp10–15 kWhhoher Nachtverbrauch

Eigenverbrauch und Autarkie richtig lesen

Eigenverbrauch und Autarkie werden oft verwechselt. Eigenverbrauch schaut auf die erzeugte Solarstrommenge: Wie viel davon nutzen Sie selbst? Autarkie schaut auf den gesamten Strombedarf: Wie viel davon decken PV und Speicher? Ein Speicher kann beide Werte erhöhen, aber er kann den Winter nicht wegzaubern. In dunklen Monaten bleibt Netzstrom normal, besonders bei Wärmepumpe.

Finanzielle Wirkung entsteht vor allem durch die Differenz zwischen Haushaltsstrompreis und Einspeisevergütung. Eine selbst genutzte kWh ersetzt teuren Netzstrom. Eine eingespeiste kWh bringt nur die EEG-Vergütung. Deshalb ist gespeicherter Solarstrom wertvoll, solange Speicherpreis, Wirkungsgrad und Lebensdauer zusammenpassen.

Mehrkosten und Amortisation: wo der Speicher kippt

Ein Speicher lohnt sich nicht automatisch. Gute Wirtschaftlichkeit entsteht, wenn der Speicher häufig lädt und entlädt, lange Garantiebedingungen hat und nicht zu teuer eingekauft wird. Bei sehr kleinen Haushalten mit wenig Abendverbrauch kann ein Speicher emotional attraktiv sein, aber wirtschaftlich schwach. Bei Familien, Wärmepumpe, Wallbox oder hoher Grundlast verbessert sich die Nutzung deutlich.

Angebotscheck: Fragen Sie nach nutzbarer Kapazität, Garantie in Jahren und Zyklen, Notstromfähigkeit, Erweiterbarkeit, Wechselrichter-Kompatibilität und dem Gesamtpreis inklusive Montage.

FAQ zum Speicher-Rechner

Wie groß sollte ein Batteriespeicher für Photovoltaik sein?
Als grober Richtwert gilt etwa 1 kWh nutzbare Speicherkapazität pro 1.000 kWh Jahresstromverbrauch. Bei Wärmepumpe, Wallbox oder hohem Abendverbrauch kann etwas mehr sinnvoll sein. Zu groß sollte der Speicher aber nicht werden, weil ungenutzte Kapazität die Amortisation verschlechtert.
Erhöht ein Speicher den Eigenverbrauch wirklich deutlich?
Ja. Ohne Speicher nutzen typische Haushalte häufig etwa 25 bis 35 Prozent des PV-Stroms selbst. Mit passend dimensioniertem Speicher sind oft 55 bis 75 Prozent Eigenverbrauch möglich, abhängig von Verbrauchsprofil, PV-Größe und Steuerung.
Wann lohnt sich ein PV-Speicher finanziell?
Ein Speicher lohnt sich eher, wenn der Strompreis deutlich über der Einspeisevergütung liegt, der Speicher nicht überdimensioniert ist und regelmäßig geladen und entladen wird. Wirtschaftlich kritisch wird es bei sehr hohen Speicherpreisen oder kleinem Nachtverbrauch.
Ist Autarkie dasselbe wie Eigenverbrauch?
Nein. Eigenverbrauch beschreibt, welcher Anteil des erzeugten Solarstroms im Haus genutzt wird. Autarkie beschreibt, welcher Anteil des gesamten Strombedarfs durch PV und Speicher gedeckt wird. Beide Werte steigen mit Speicher, aber nicht unbegrenzt.
Kann ich einen Speicher später nachrüsten?
Ja, häufig ist das möglich. Ob AC- oder DC-Nachrüstung sinnvoll ist, hängt vom Wechselrichter, Zählerschrank und vorhandenen Komponenten ab. Wenn der Speicher sehr wahrscheinlich kommt, sollte die Anlage direkt nachrüstfreundlich geplant werden.
Was bedeutet nutzbare Speicherkapazität?
Die nutzbare Kapazität ist der Teil des Speichers, den das System im normalen Betrieb tatsächlich zur Verfügung stellt. Schutzreserven können die Bruttokapazität reduzieren. Vergleichen Sie Angebote deshalb nicht nur nach der größeren kWh-Zahl.
Wie viel Speicher brauche ich pro kWp?
Eine feste Größe pro kWp passt nicht zu jedem Haushalt. Verbrauchszeiten, PV-Überschuss, Wärmepumpe, Wallbox und gewünschte Notstromfunktion sind entscheidender. Simulieren Sie mehrere Kapazitäten mit demselben Lastprofil.

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