Vor der Eingabe
- Übernehmen Sie den Jahresverbrauch aus Ihrer letzten Abrechnung.
- Addieren Sie Wärmepumpe oder E-Auto nur, wenn deren Verbrauch noch nicht enthalten ist.
- Geben Sie beim Strompreis den Arbeitspreis ein, nicht einen Mischpreis einschließlich Grundpreis.
- Wählen Sie bei Unsicherheit eher eine vorsichtige Verschattung.
- Vergleichen Sie das Ergebnis mit der tatsächlich nutzbaren Dachfläche und mindestens zwei Angeboten.
Wie die Anlagengröße geschätzt wird
Der Rechner leitet aus dem Jahresverbrauch einen Startwert ab und berücksichtigt zusätzlichen Bedarf durch Wärmepumpe und E-Auto. Die Dachfläche begrenzt die installierbare Leistung. Für die Flächenabschätzung werden 6,2 Quadratmeter je Kilowattpeak verwendet. Module, Abstände, Dachform und Sicherheitsbereiche können den realen Platzbedarf verändern.
Eine größere Anlage kann trotz niedrigerem Eigenverbrauchsanteil sinnvoll sein, weil zusätzliche Module häufig günstiger je Kilowattpeak werden und mehr Strom einspeisen. Die endgültige Größe sollte daher nicht allein auf den heutigen Haushaltsverbrauch zugeschnitten werden.
Was den PV-Ertrag beeinflusst
Die Jahreserzeugung ergibt sich im Modell aus Anlagenleistung, einem regionalen Ertrag sowie Faktoren für Ausrichtung und Verschattung. Das reicht für eine erste Orientierung. Eine fachliche Planung verwendet standortgenaue Einstrahlungsdaten, die konkrete Dachneigung und eine Verschattungsanalyse.
Zwei Kennzahlen, zwei Aussagen
Der Eigenverbrauchsanteil zeigt, welcher Teil der erzeugten Solarenergie im Haus bleibt. Die Autarkiequote zeigt, welcher Teil des gesamten Strombedarfs durch die Anlage gedeckt wird. Ein Speicher kann beide Werte erhöhen, aber im Winter bleibt bei typischen Wohngebäuden regelmäßig Netzbezug bestehen.
Kosten und Amortisation einordnen
Die angezeigten Kosten sind Richtwerte aus einer größenabhängigen Modellkurve und kein Angebot. Zählerschrank, Gerüst, Dacharbeiten, besondere Leitungswege oder Netzanschluss können den Preis verändern. Für eine detailliertere wirtschaftliche Prüfung nutzen Sie den Amortisationsrechner; dort können Sie auch Finanzierung und Strompreisentwicklung einstellen.
Häufige Fragen
Wie genau ist der Photovoltaik-Rechner?
Der Rechner liefert eine erste Modellrechnung anhand typischer Regionalerträge und vereinfachter Verbrauchsprofile. Eine standortgenaue Planung muss Dachgeometrie, Verschattung, Wetterdaten, Lastgang, Komponenten und Netzanschluss berücksichtigen.
Welche Stromkosten sollte ich eingeben?
Verwenden Sie den Arbeitspreis Ihres aktuellen Vertrags, wenn Sie den vermiedenen Bezug einer zusätzlichen Kilowattstunde bewerten. Der feste Grundpreis wird durch die PV-Anlage meist nicht vermieden und gehört deshalb nicht in dieses Feld.
Ist ein Speicher automatisch wirtschaftlich?
Nein. Ein Speicher kann den Eigenverbrauch erhöhen, verursacht aber Anschaffungs-, Verlust- und mögliche Ersatzkosten. Vergleichen Sie dieselbe Anlage mit und ohne Speicher sowie mit mehreren Speichergrößen.
Warum zeigt der Rechner drei Szenarien?
Strompreise, Verbrauchsverschiebung, Reparaturen und Restwert sind nicht sicher vorhersehbar. Das vorsichtige, realistische und optimistische Szenario zeigen, wie empfindlich das Ergebnis auf diese Annahmen reagiert.
Welche Einspeisevergütung wird verwendet?
Voreingestellt sind die Sätze für Dachanlagen bis 10 Kilowatt bei Inbetriebnahme vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2027: 7,7 Cent je Kilowattstunde bei Teileinspeisung und 12,22 Cent bei Volleinspeisung. Beide Werte lassen sich ändern.
Brauche ich für die Rechnung genaue Standortdaten?
Für eine erste Orientierung reichen grobe Angaben. Eine belastbare Ertragsprognose braucht Standort, Dachausrichtung, Neigung und Verschattung. Je genauer die Eingaben, desto sinnvoller ist der spätere Angebotsvergleich.
Wie prüfe ich das Ergebnis eines PV-Rechners?
Vergleichen Sie Anlagenleistung, Ertrag, Eigenverbrauch, Kosten und Einspeisung mit dem schriftlichen Angebot. Fragen Sie nach jeder Annahme, die der Anbieter anders ansetzt, und rechnen Sie mindestens ein vorsichtigeres Szenario.
Quellen und Annahmen
Die Vergütungssätze richten sich nach der Tabelle der Bundesnetzagentur. Für eine spätere Inbetriebnahme müssen die dann geltenden Sätze eingetragen werden.