Wallbox Photovoltaik Rechner

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Berechnen Sie, wie viel Strom Ihr E-Auto zusätzlich braucht, welcher Anteil davon realistisch aus der Photovoltaik kommt und wie stark eine smarte Wallbox Ihre Ladekosten senken kann.

Zuletzt geprüft: 20. Mai 2026. Annahmen auf Basis aktueller ADAC-Verbrauchswerte, typischer PV-Erträge und EEG-Vergütungssätze.

Interaktiver Rechner

Wallbox, Photovoltaik und E-Auto live berechnen

Ändern Sie Fahrleistung, Verbrauch, PV-Größe, Solarstromanteil und Strompreise. Der Rechner zeigt sofort Mehrverbrauch, Netzbezug, Solarstromanteil und Ihre jährliche Ersparnis.

Voreinstellung: 18 kWh/100 km, 10 % Ladeverlust, 34 ct/kWh Netzstrom und 7,78 ct/kWh entgangene Einspeisevergütung. Alle Werte sind bearbeitbar.

Eingaben

Anteil Laden zu Hause80 %
Ladeverluste10 %
PV-Ertrag je kWp980 kWh/kWp
Direkter Solarstromanteil beim Laden45 %
Speichergröße8 kWh

Ergebnis

Mehrverbrauch fürs Auto2.376 kWh/Jahr
Solarstromanteil Laden79 %
Fahrstrom netto2.700 kWh
Solarstrom fürs Auto1.868 kWh
Netzstrom fürs Auto508 kWh
Empfohlene PV-Größe7,7 kWp
Ladekosten nur Netz808 €
Gemischte Ladekosten318 €
Ersparnis pro Jahr490 €
Wallbox-Amortisation3,7 Jahre
Kosten/100 km mit Solar2 €
Kosten/100 km Netz7 €

Einordnung

  • Für das Auto werden rechnerisch zusätzlich etwa 1,9 kWp PV-Leistung genutzt.
  • Haushalt plus Heimladen ergeben zusammen rund 6.576 kWh Jahresverbrauch.
  • Der Solarstrom ist hier mit dem entgangenen Einspeisewert bewertet, nicht mit null Euro.
  • Ein höherer Solarstromanteil ist realistisch, wenn das Auto mittags steht oder die Wallbox automatisch nach PV-Überschuss lädt.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mehrverbrauch: 15.000 km E-Auto-Fahrleistung bedeuten meist rund 2.700 bis 3.300 kWh Ladeenergie pro Jahr.
  • Solarstromanteil: Mit smarter Wallbox sind 40 bis 60 % Solarstrom beim Heimladen realistisch, wenn das Auto tagsüber oder am Wochenende angeschlossen ist.
  • Kosten pro 100 km: Netzstrom zu 34 ct/kWh kostet bei 18 kWh/100 km plus Ladeverlust etwa 6,70 €. Solarstrom bewertet mit 7,78 ct/kWh liegt rechnerisch bei etwa 1,50 €.
  • PV-Größe: Für Haushalt plus E-Auto sind häufig 9 bis 13 kWp sinnvoll. Wer zusätzlich Wärmepumpe oder Speicher plant, sollte größer denken.
  • Wallbox: Entscheidend ist nicht nur 11 kW Ladeleistung, sondern PV-Überschussladen, Phasenumschaltung, Energiemanager und App-Steuerung.
  • Speicher: Ein Speicher erhöht den Solarstromanteil, sollte aber zur gesamten Hauslast passen. Nur fürs Auto ist er selten die günstigste Lösung.

Was der Wallbox-Photovoltaik-Rechner zeigt

Der Rechner verbindet drei Fragen, die bei Photovoltaik mit Wallbox oft getrennt betrachtet werden: Wie viel Strom braucht das Auto wirklich? Wie viel davon kann die Solaranlage liefern? Und wie verändert sich die Wirtschaftlichkeit, wenn Solarstrom nicht mit null Euro, sondern mit dem entgangenen Einspeisewert bewertet wird?

Dadurch entsteht ein realistischeres Bild als bei einfachen E-Auto-Stromkostenrechnern. Für den Haushalt zählt nicht nur der Verbrauch des Autos, sondern auch der Zeitpunkt: Ein Auto, das mittags in der Einfahrt steht, kann viel PV-Überschuss aufnehmen. Ein Auto, das erst ab 18 Uhr geladen wird, nutzt ohne Speicher deutlich mehr Netzstrom.

E-Auto-Ladung berechnen: die wichtigsten Eingaben

Fahrleistung

10.000 km sind eher wenig, 15.000 km ein guter Durchschnittswert, 20.000 km und mehr sprechen für eine größere PV-Anlage.

Verbrauch

Aktuelle Elektroautos liegen laut ADAC je nach Modell ungefähr zwischen 13 und 30 kWh/100 km. Für viele Mittelklasseautos sind 17 bis 21 kWh realistisch.

Ladeverluste

Beim AC-Laden gehen typischerweise einige Prozent verloren. 8 bis 12 % sind eine brauchbare Planungsannahme.

Heimladeanteil

Wer fast immer zu Hause lädt, kann die PV besser nutzen. Wer viel öffentlich oder beim Arbeitgeber lädt, braucht weniger Wallbox-Strom.

Beispiel: 15.000 km pro Jahr, 18 kWh/100 km, 80 % Laden zu Hause und 10 % Ladeverlust ergeben rund 2.376 kWh Ladeenergie am heimischen Anschluss. Diese Zahl kommt zusätzlich zum normalen Haushaltsstrom hinzu.

Solarstromanteil: Warum Ladezeit wichtiger ist als Ladeleistung

Eine 11-kW-Wallbox kann ein Auto schnell laden. Für PV-Überschussladen ist aber nicht die maximale Leistung entscheidend, sondern die Fähigkeit, die Ladeleistung sauber an den aktuellen Überschuss anzupassen. Wenn das Haus gerade 1 kW verbraucht und die PV-Anlage 6 kW erzeugt, bleiben 5 kW für Auto, Speicher oder Einspeisung.

Ladeprofil Typischer Solarstromanteil Geeignet für Hinweis
Abends nach der Arbeit 10 bis 30 % Pendler ohne Homeoffice Speicher oder dynamischer Tarif prüfen
Tagsüber regelmäßig zu Hause 40 bis 65 % Homeoffice, Zweitwagen, flexible Arbeit PV-Überschussladen sehr sinnvoll
Wochenende + Speicher 55 bis 80 % Haushalte mit großem Dach Speicher nicht überdimensionieren

Besonders nützlich ist eine Wallbox mit automatischer Phasenumschaltung. Sie kann bei wenig Überschuss einphasig niedriger laden und bei mehr Sonne auf dreiphasiges Laden wechseln. Ohne diese Funktion startet das Laden teils erst bei höherem Überschuss.

Welche PV-Größe passt zur Wallbox?

Eine Wallbox macht die PV-Anlage nicht automatisch größer, aber sie verschiebt die sinnvolle Dimensionierung. Wer vorher 4.500 kWh Haushaltsstrom verbraucht hat und durch das E-Auto weitere 2.500 bis 3.500 kWh zu Hause lädt, plant nicht mehr für einen kleinen Standardhaushalt.

Haushalt E-Auto-Profil Gesamtverbrauch Sinnvolle PV-Größe
2 Personen 10.000 km/Jahr ca. 4.000 bis 5.000 kWh 6 bis 8 kWp
4 Personen 15.000 km/Jahr ca. 6.500 bis 8.000 kWh 9 bis 13 kWp
4 Personen + Wärmepumpe 20.000 km/Jahr ca. 11.000 bis 15.000 kWh 14 bis 20 kWp

Die Grenze ist oft nicht der Strombedarf, sondern das Dach. Rechnen Sie grob mit 5 bis 7 m² belegbarer Dachfläche pro kWp. Wenn Speicher, Wallbox und Wärmepumpe absehbar sind, sollte die Dachfläche möglichst vollständig sinnvoll genutzt werden.

Kosten und Ersparnis: Netzstrom gegen Solarstrom

Für die saubere Rechnung gibt es drei Stromwerte: den Netzstrompreis, den entgangenen Einspeisewert und den möglichen Preis eines dynamischen Tarifs. Solarstrom aus der eigenen Anlage ist im Alltag angenehm günstig, aber wirtschaftlich ersetzt jede selbst geladene kWh eine Einspeisung.

Beispiel mit 15.000 km/Jahr

Bei 18 kWh/100 km und 10 % Ladeverlust braucht das Auto rund 2.970 kWh Ladeenergie. Bei 34 ct/kWh Netzstrom kostet das etwa 1.010 € pro Jahr. Wenn 50 % davon aus PV-Überschuss kommen und dieser mit 7,78 ct/kWh bewertet wird, sinken die rechnerischen Ladekosten auf etwa 620 €.

Die Ersparnis steigt, wenn Ihr Netzstrompreis hoch ist oder Ihr Auto oft bei Sonne lädt. Sie sinkt, wenn Sie ohnehin einen sehr günstigen Autostromtarif nutzen oder das Auto meist nachts laden muss.

Wallbox-Funktionen, die für Photovoltaik wichtig sind

  • PV-Überschussladen: Die Wallbox lädt nur oder bevorzugt dann, wenn die PV-Anlage mehr produziert als der Haushalt verbraucht.
  • Phasenumschaltung: Hilft, auch bei kleinerem Überschuss stabil zu laden und bei mehr Sonne automatisch hochzuschalten.
  • Energiemanager-Anbindung: Wichtig für Wechselrichter, Speicher und Smart Meter, damit alle Komponenten denselben Stromfluss sehen.
  • Ladelimit und Abfahrtszeit: Praktisch, wenn das Auto bis morgens sicher geladen sein muss, aber tagsüber möglichst viel Solarstrom bekommen soll.
  • Dynamische Tarife: Sinnvoll für Reststrom, wenn wenig Sonne da ist. Dafür braucht es passende Mess- und Steuertechnik.

Eine einfache Wallbox kann das Auto laden. Eine gute PV-Wallbox entscheidet, wann und wie stark geladen wird. Diese Steuerung ist der eigentliche Wert.

Quellen und Rechenstand

Für die Standardwerte wurden aktuelle öffentliche Informationen geprüft: Der ADAC zeigt bei getesteten Elektroautos eine breite Verbrauchsspanne von etwa 13,4 bis 29,7 kWh/100 km. Die Verbraucherzentrale nennt für PV-Erträge als Rechenwert rund 1.025 kWh je kWp und Jahr. Für neue kleine PV-Anlagen ist die EEG-Vergütung im Rechner editierbar, weil die Sätze halbjährlich angepasst werden.

Wichtig: Der Rechner ersetzt keine Anlagenplanung. Verschattung, Dachstatik, Netzanschluss, Zählerkonzept, bestehender Wechselrichter und Wallbox-Kompatibilität müssen im Angebot konkret geprüft werden.

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Häufig gestellte Fragen

Wie viel zusätzlichen Strom braucht ein E-Auto pro Jahr?
Als grober Richtwert gelten 1.800 bis 3.600 kWh pro Jahr. Bei 15.000 km Fahrleistung, 18 kWh/100 km und 10 % Ladeverlust sind es rund 2.970 kWh Ladeenergie. Größere Autos, Winterbetrieb und hohe Autobahnanteile erhöhen den Wert.
Wie hoch kann der Solarstromanteil beim Laden sein?
Ohne Steuerung liegt der Solarstromanteil oft nur bei 20 bis 35 %. Mit PV-Überschussladen, Homeoffice oder regelmäßigem Laden am Wochenende sind 40 bis 60 % realistisch. Mit Speicher, großem Dach und smarter Wallbox können einzelne Haushalte 70 % und mehr erreichen.
Brauche ich für PV-Überschussladen zwingend einen Speicher?
Nein. Eine intelligente Wallbox kann direkt mit PV-Überschuss laden. Ein Speicher hilft vor allem, wenn das Auto morgens oder abends lädt. Wirtschaftlich sollte der Speicher aber zur gesamten Hauslast passen und nicht nur für das Auto gekauft werden.
Welche PV-Größe passt zu Wallbox und Elektroauto?
Für einen Haushalt mit 4.000 bis 5.000 kWh Haushaltsstrom und 15.000 km E-Auto-Fahrleistung sind häufig 9 bis 13 kWp sinnvoll, sofern das Dach genug Fläche bietet. Entscheidend sind Dachausrichtung, Ladezeiten und ob ein Speicher vorhanden ist.
Was kostet das Laden mit eigenem Solarstrom wirklich?
Solarstrom ist nicht völlig kostenlos, weil eingespeister Strom eine Vergütung bringen würde. Für die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist daher der entgangene Einspeisewert relevant. Bei 7,78 ct/kWh und 18 kWh/100 km plus Ladeverlust kostet Solar-Laden rechnerisch etwa 1,50 Euro pro 100 km.
Wann lohnt sich eine smarte Wallbox besonders?
Eine smarte Wallbox lohnt sich besonders, wenn eine PV-Anlage vorhanden ist, das Auto regelmäßig tagsüber angeschlossen ist oder ein dynamischer Stromtarif genutzt wird. Dann kann die Steuerung Solarüberschuss und günstige Netzstromstunden automatisch ausnutzen.

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