Wärmepumpe und Photovoltaik berechnen

Berechnen Sie, welche PV-Größe zu Ihrer Wärmepumpe passt, wie hoch der solare Deckungsanteil ungefähr ausfällt und wie Speicher, Dachfläche und Strompreis die Rechnung verändern.

Interaktiver Rechner

PV-Größe und Deckungsanteil mit Wärmepumpe berechnen

Tragen Sie Haushaltsstrom, Wärmepumpenstrom, Dachfläche und Speicher ein. Der Rechner zeigt PV-Größe, solaren Deckungsanteil und Reststrombezug.

EEG-Standard: 7,7 ct/kWh Teileinspeisung, 12,22 ct/kWh Volleinspeisung bis 10 kW. Werte unten anpassbar.

Eingaben

Dachfläche70
Wärmepumpenstrom3.500 kWh/Jahr
Nur Strombedarf der Wärmepumpe, nicht die abgegebene Wärme.
Vergütungsmodell
Der gewählte Satz fließt direkt in Einspeiseerlös, Amortisation und 25-Jahres-Vorteil ein.
Speichergröße8 kWh

Empfehlung

Empfohlene PV-Leistung11,5 kWp
PV-Deckung Wärmepumpe100 %
Benötigte Dachfläche71 m²
PV-Ertrag pro Jahr11.638 kWh
Eigenverbrauch67 %
Autarkiequote98 %
Einspeisevergütung7,7 ct/kWh
Nutzen im 1. Jahr3.091 €
Amortisationsband5,4–6,8 J.
PV-Strom für Wärmepumpe3.500 kWh
Rest Netzbezug WP0 kWh
PV-Kosten13.915 €
Speicherkosten5.200 €
Einspeisung3.820 kWh
Eigenverbrauch7.818 kWh

Smart-Hinweise

  • Die Dachfläche reicht für die empfohlene Größe aus. Rund 71 m² sollten frei nutzbar sein.
  • Der Speicher hebt den Eigenverbrauch auf etwa 67 %. Prüfen Sie im Angebot besonders Speicherpreis und Garantie.
  • Teileinspeisung kombiniert Eigenverbrauch mit Einspeisung. Jede selbst genutzte kWh wird hier mit 37,6 ct/kWh Strompreis bewertet.
  • Wärmepumpe spricht für eine größere Anlage, weil zusätzlicher Strombedarf direkt im Haus genutzt werden kann.

Näherungsrechnung mit editierbaren Standardannahmen: PV 1.100 €-1.500 €/kWp, Speicher 450 €-750 €/kWh und Betriebskosten 1 % der PV-Investition pro Jahr. Berücksichtigt werden 0,5 % Moduldegradation pro Jahr, Wechselrichterersatz, möglicher Speicherersatz, Finanzierungskosten, Zeiten ohne Einspeiseerlös und ein Restwert. Das Ergebnis ist eine Modellrechnung und keine Renditegarantie.

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Wärmepumpe mit PV rechnen

Der Rechner trennt Jahresbedarf und saisonale Realität

  • Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl ergibt den elektrischen Bedarf der Wärmepumpe.
  • Die PV kann im Jahresmittel viel beitragen, aber im Winter nicht den gesamten Heizstrom liefern.
  • Haushaltsverbrauch, Warmwasser, Speicher und Steuerung verändern den solaren Deckungsanteil.
  • Ein Tarifvergleich lohnt sich nur mit passendem Zähler- und Netzentgeltmodell.

Der Rechner beginnt mit der richtigen Wärmemenge

Für eine erste Rechnung wird der jährliche Wärmebedarf durch die Jahresarbeitszahl geteilt. Benötigt ein Gebäude beispielsweise 18.000 kWh Wärme und erreicht die Wärmepumpe im Jahresmittel eine Jahresarbeitszahl von 3,6, ergibt das rund 5.000 kWh Strom. Die Zahl ist eine Modellannahme, keine Zusage. Vorlauftemperatur, Wärmequelle, Gebäudedämmung und Warmwasserbetrieb verändern das Ergebnis.

Wenn Sie nur den bisherigen Stromverbrauch eingeben, fehlt der wichtigste Verbraucher der Kombination. Ergänzen Sie Haushaltsstrom, Warmwasser und künftige Geräte. Ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe hat ein anderes Lastprofil als ein Haushalt mit Gasheizung, selbst wenn beide dieselbe PV-Größe planen.

  • Heizlast oder Wärmebedarf aus einer nachvollziehbaren Planung verwenden.
  • Jahresarbeitszahl nicht mit der Leistungszahl eines einzelnen Betriebspunkts verwechseln.
  • Warmwasser und mögliche Kühlung separat betrachten.

Monatsbilanz statt Jahreszahl

Die entscheidende Frage lautet nicht: Erzeugt die PV im Jahr so viele Kilowattstunden wie die Wärmepumpe verbraucht? Entscheidend ist, wann die Energie anfällt. Im Winter liegen Heizbedarf und PV-Ertrag zeitlich ungünstig. Selbst eine große Batterie kann einige Abendstunden überbrücken, aber keine komplette dunkle Heizperiode speichern.

Ein gutes Rechenmodell zeigt deshalb mindestens Monatswerte oder typische Winter- und Sommerperioden. Prüfen Sie, wie viel Strom direkt in die Wärmepumpe fließt, wie viel aus dem Speicher kommt und wie viel Netzbezug bleibt. Ein hoher Jahresdeckungsgrad darf den Winterbedarf nicht verstecken.

Steuerung, Speicher und Gebäudemasse unterscheiden

Solarstrom lässt sich oft günstiger nutzen, wenn Warmwasserbereitung oder eine leichte thermische Vorladung in ertragreiche Stunden verschoben wird. Das funktioniert nur, wenn Wärmepumpe, Heizsystem und Energiemanagement die nötigen Schnittstellen haben. Komfort, Hygiene und Effizienz bleiben dabei wichtiger als ein möglichst hoher Eigenverbrauchswert.

Ein Batteriespeicher hilft vor allem zwischen Tag und Abend. Ein Pufferspeicher oder die Gebäudemasse speichert Wärme statt Strom und kann je nach System besser zu einer kurzen PV-Spitze passen. Jede zusätzliche Technik braucht aber Platz, Regelung, Wartung und eine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung.

Direktverbrauch

Wärmepumpe und Warmwasser nutzen Solarstrom, während die Anlage produziert.

Kurzzeitspeicher

Batterie oder Wärme puffern einige Stunden, nicht die gesamte Heizsaison.

Netzbezug

Im Winter bleibt Netzstrom ein normaler Teil der Planung und kein Fehler im Modell.

Tarif und Messkonzept gemeinsam bewerten

Ein separater Wärmepumpentarif kann bei hohem Restbezug attraktiv sein. Ein zusätzlicher Grundpreis, Messkosten und mögliche Einschränkungen bei der PV-Nutzung gehören aber in dieselbe Rechnung. Bei hohem Eigenverbrauch und einem einfachen Zähler kann ein gemeinsamer Haushaltstarif ähnlich gut oder praktischer sein.

Klären Sie vor der Installation, wie Wärmepumpe, PV, Speicher und Wallbox gemessen und gesteuert werden. Unter § 14a EnWG können steuerbare Verbrauchseinrichtungen besondere Anforderungen haben. Ein späterer Zählerumbau ist nicht nur eine technische, sondern auch eine finanzielle Änderung.

Quellen für die eigene Prüfung

Hier finden Sie fachliche Grundlagen und offizielle Informationen zur eigenen Prüfung.

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Das Wichtigste in Kürze

  • PV-Größe: mit Wärmepumpe häufig 10 bis 15 kWp statt nur 6 bis 10 kWp.
  • Wärmepumpenstrom: viele Einfamilienhäuser liegen grob bei 2.500 bis 5.500 kWh pro Jahr.
  • Deckungsanteil: realistisch oft 20 bis 40 % des Wärmepumpenstroms direkt aus PV, mit guter Steuerung mehr.
  • Wintergrenze: hoher Heizbedarf trifft auf niedrigen PV-Ertrag. Netzstrom bleibt Teil der Planung.
  • Speicher: erhöht Eigenverbrauch, ersetzt aber keinen saisonalen Speicher für den Winter.

Warum Wärmepumpe und Photovoltaik zusammenpassen

Eine Wärmepumpe macht aus Strom Wärme. Photovoltaik liefert einen Teil dieses Stroms direkt vom Dach. Dadurch sinken die laufenden Heizkosten, besonders in Übergangszeiten wie März, April, September und Oktober. In diesen Monaten ist der Heizbedarf noch relevant und die PV-Anlage liefert bereits ordentliche Erträge.

Im tiefen Winter ist die Rechnung nüchterner: Die Wärmepumpe braucht viel Strom, während die PV-Anlage wenig produziert. Eine gute Planung rechnet deshalb nicht mit vollständiger Autarkie, sondern mit einem realistischen Jahresmix aus Direktverbrauch, Speicherladung und Netzbezug.

So bestimmen Sie die richtige PV-Größe

Addieren Sie zuerst Haushaltsstrom und Wärmepumpenstrom. Ein Haushalt mit 4.500 kWh Haushaltsstrom und 3.500 kWh Wärmepumpenstrom kommt auf 8.000 kWh Gesamtverbrauch. Daraus ergibt sich meist keine kleine Anlage, sondern eine möglichst gut ausgenutzte Dachfläche.

Praxisregel: Wenn Dach, Budget und Netzanschluss passen, ist bei Wärmepumpe oft die größere PV-Anlage sinnvoller. Zusätzliche kWp sind pro Einheit meist günstiger als eine kleine Anlage und erhöhen die Chancen auf nutzbaren Solarstrom in schwächeren Monaten.

Speicher, Heizstab und Smart-Grid-Steuerung

Ein Batteriespeicher hilft vor allem morgens und abends. Er kann tagsüber PV-Überschüsse aufnehmen und später Haushaltsstrom oder einen Teil des Wärmepumpenstroms liefern. Für längere dunkle Winterphasen ist er zu klein; dafür wäre ein saisonaler Speicher nötig, der im Einfamilienhaus wirtschaftlich selten ist.

Eine smarte Wärmepumpensteuerung kann den Eigenverbrauch zusätzlich erhöhen. Sinnvoll ist eine moderate Anhebung, wenn PV-Überschuss vorhanden ist und das Gebäude Wärme speichern kann. Ein Heizstab sollte dagegen vorsichtig eingesetzt werden, weil direkte elektrische Wärme deutlich weniger effizient ist als der Wärmepumpenbetrieb.

Wärmepumpentarif oder gemeinsamer Zähler?

Ein separater Wärmepumpentarif kann günstiger sein, wenn der Arbeitspreis deutlich niedriger ist und der zusätzliche Grundpreis nicht zu stark ins Gewicht fällt. Ein gemeinsamer Zähler ist einfacher und kann den PV-Eigenverbrauch transparenter machen. Die beste Lösung hängt vom Messkonzept, Netzbetreiber, Verbrauch und Tarifangebot ab.

Wer ohnehin PV, Speicher und Wärmepumpe gemeinsam plant, sollte das Messkonzept früh mit dem Fachbetrieb klären. Spätere Umbauten am Zählerschrank können teuer werden.

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Häufig gestellte Fragen

Wie groß sollte eine PV-Anlage mit Wärmepumpe sein?
Für ein Einfamilienhaus mit Wärmepumpe sind häufig 10 bis 15 kWp sinnvoll, sofern die Dachfläche reicht. Entscheidend sind Haushaltsstrom, Wärmepumpenstrom, Dachausrichtung, Speicher und ob im Winter viel Heizstrom anfällt.
Wie viel Wärmepumpenstrom kann Photovoltaik decken?
Typisch sind über das Jahr etwa 20 bis 40 % direkte PV-Deckung des Wärmepumpenstroms. Mit Speicher, guter Steuerung und großem Dach kann mehr möglich sein. Im Winter bleibt der Netzbezug trotzdem relevant, weil PV-Ertrag und Heizbedarf zeitlich gegenläufig sind.
Brauche ich bei Wärmepumpe und PV einen Speicher?
Nicht zwingend, aber oft sinnvoll. Ein Speicher verschiebt Solarstrom vom Tag in den Abend und erhöht den Eigenverbrauch. Für reine Winterheizung ersetzt er den Netzbezug aber nicht vollständig, weil die PV-Erzeugung in dunklen Monaten begrenzt ist.
Sollte die Wärmepumpe tagsüber stärker laufen?
Wenn Haus, Heizsystem und Komfort es zulassen, kann eine leichte Tagesanhebung helfen, mehr Solarstrom direkt zu nutzen. Die Einstellung muss zur Gebäudemasse und zur Heizkurve passen und sollte nicht zu ineffizientem Betrieb führen.
Lohnt sich ein separater Wärmepumpentarif trotz PV?
Das hängt von Grundpreis, Arbeitspreis, Messkonzept und Netzbetreiber ab. Bei hohem Restbezug kann ein Wärmepumpentarif günstiger sein. Bei sehr hohem PV-Eigenverbrauch kann ein gemeinsamer Haushaltszähler einfacher und wirtschaftlich ähnlich gut sein.
Wie genau ist der Wärmepumpen-PV-Rechner?
Er liefert eine Modellrechnung und ersetzt keine Heizlast- oder Ertragsplanung. Die Aussage wird besser, wenn Wärmebedarf, Jahresarbeitszahl, Dach, Verbrauchszeiten und Speicher mit realistischen Werten eingegeben werden.
Wie wird ein Heizstab in der Rechnung berücksichtigt?
Ein Heizstab sollte als eigener Stromverbrauch und nicht als kostenloser Solarbonus betrachtet werden. Prüfen Sie, wann er zugeschaltet wird, wie viel Leistung er benötigt und ob die Wärmepumpe die Wärme effizienter bereitstellen kann.

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