Einspeisevergütung berechnen
Vergleichen Sie Teileinspeisung und Volleinspeisung mit Ihren eigenen Annahmen: PV-Größe, Strompreis, Speicher, Eigenverbrauch und EEG-Satz sind direkt bearbeitbar.
Teileinspeisung und Volleinspeisung
Der Rechner beantwortet eine konkrete Frage: wohin fließt Ihr Solarstrom?
- Die eingespeiste Strommenge ist kleiner als der gesamte PV-Ertrag, wenn Sie Solarstrom selbst nutzen.
- Teileinspeisung und Volleinspeisung verfolgen unterschiedliche wirtschaftliche Ziele.
- Der passende EEG-Satz hängt von Inbetriebnahme, Leistung und Einspeisemodell ab.
- Eine Rechnung ohne Investitionskosten zeigt Einnahmen, aber noch keine Wirtschaftlichkeit.
Welche Eingaben das Ergebnis bestimmen
Der Rechner verbindet PV-Leistung, Ertrag, Eigenverbrauch und Vergütung. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst wird geschätzt, wie viel Solarstrom erzeugt wird. Danach wird ein Teil direkt im Haus genutzt, ein Teil kann in den Speicher fließen und der verbleibende Überschuss wird vergütet. Bei Volleinspeisung wird diese Aufteilung anders behandelt.
Verwenden Sie für den Vergütungssatz die offizielle Angabe für die geplante Inbetriebnahme und Leistungsstufe. Bei größeren Anlagen werden unterschiedliche Stufen anteilig berücksichtigt. Änderungen am Datum oder Modell können das Ergebnis beeinflussen.
- PV-Ertrag und eingespeiste Menge nicht gleichsetzen.
- Eigenverbrauch mit realistischen Tageszeiten statt Wunschwerten ansetzen.
- Speicherverluste und zusätzliche Technik nur dort eintragen, wo sie genutzt werden.
Teileinspeisung als Nutzungsmodell berechnen
Bei der Teileinspeisung nutzt der Haushalt den Solarstrom zuerst selbst. Der finanzielle Vorteil dieser Kilowattstunden entspricht dem vermiedenen Netzbezug, nicht der Einspeisevergütung. Nur der Rest wird mit dem EEG-Satz bewertet. Wer den gesamten Ertrag mit dem Vergütungssatz multipliziert, unterschätzt den Eigenverbrauch oder rechnet ihn doppelt.
Für Speicher gilt: Die zusätzliche selbst genutzte Energie ist nicht kostenlos. Lade- und Entladeverluste, Anschaffung und mögliche Ersatzkosten müssen außerhalb der reinen Vergütungsrechnung betrachtet werden.
Volleinspeisung: sinnvoll bei wenig direktem Verbrauch
Volleinspeisung kann interessant sein, wenn der direkte Verbrauch niedrig ist oder eine Anlage bewusst als separate Erzeugungsvariante geplant wird. Der höhere Vergütungssatz kompensiert aber nicht automatisch höhere Investitionskosten. Es fehlt der Vorteil, den selbst genutzter Strom beim Netzbezug liefert.
Vergleichen Sie beide Modelle deshalb mit demselben Dach, derselben Technik, demselben Preis und derselben Ertragsprognose. Nur die Einspeisemengen und die passenden Vergütungssätze sollten sich ändern. Alles andere verzerrt die Entscheidung.
Das Ergebnis vor dem Vertragsabschluss plausibilisieren
Wenn eine Variante sehr viel besser aussieht, prüfen Sie zuerst die Annahmen. Ist der Eigenverbrauch realistisch? Wurde ein Speicher nur in einer Variante berücksichtigt? Sind Zählerschrank und Netzanschlusskosten enthalten? Wurde die Vergütung für die richtige Leistungsstufe verwendet? Ein kurzer Annahmencheck verhindert mehr Fehler als eine weitere Nachkommastelle.
Die Bundesnetzagentur veröffentlicht die maßgeblichen Fördersätze. Der Netzbetreiber klärt die Abwicklung und die konkreten Messanforderungen. Der Rechner liefert eine Entscheidungshilfe, ersetzt aber keine technische Prüfung des Anschlusses.
Quellen für die eigene Prüfung
Hier finden Sie fachliche Grundlagen und offizielle Informationen zur eigenen Prüfung.
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Das Wichtigste in Kürze
- Teileinspeisung: Solarstrom zuerst selbst nutzen, Überschuss verkaufen.
- Volleinspeisung: gesamte PV-Produktion gegen höheren EEG-Satz ins Netz geben.
- Aktuelle Standards bis 10 kW: 7,7 ct/kWh Teileinspeisung, 12,22 ct/kWh Volleinspeisung.
- Eigenverbrauch: vermiedenen Netzbezug und entgangene Einspeisevergütung gemeinsam bewerten.
- Speicher: zusätzliche Kosten, Verluste, Ersatzannahmen und verschobenen Eigenverbrauch separat rechnen.
So funktioniert der Rechner zur Einspeisevergütung
Der Rechner bewertet zwei Betriebskonzepte. Bei Teileinspeisung wird ein Teil des Solarstroms im Haus genutzt und der Rest eingespeist. Der selbst genutzte Anteil wird mit Ihrem Strompreis bewertet, der Überschuss mit dem EEG-Satz. Bei Volleinspeisung wird die gesamte Erzeugung mit dem höheren Volleinspeise-Satz bewertet, der Haushaltsstrom wird aber weiterhin komplett aus dem Netz bezogen.
Ein höherer Volleinspeise-Satz entscheidet nicht allein über das Ergebnis. Bei Teileinspeisung ist der zusätzliche Wert einer direkt genutzten Kilowattstunde die Differenz zwischen Ihrem vermiedenen Arbeitspreis und der entgangenen Einspeisevergütung. Der Rechner behandelt beide Größen als veränderbare Annahmen.
Teileinspeisung: Eigenverbrauch und Überschuss getrennt rechnen
Teileinspeisung kann zu Haushalten mit zeitgleichem Verbrauch passen, etwa durch Haushaltsgeräte, Wärmepumpe oder Wallbox. Ein höherer Eigenverbrauch steigert den vermiedenen Netzbezug, kann aber zusätzliche Technik, Verluste oder Investitionen verursachen.
Vergleichsregel: Verwenden Sie für beide Betriebsarten denselben Anlagenpreis, denselben Ertrag und denselben Zeitraum. Zusätzliche Kosten eines Speichers oder Energiemanagements gehören nur in das Szenario, das sie tatsächlich nutzt.
Volleinspeisung: sinnvoll bei wenig Eigenverbrauch
Volleinspeisung kann als separates Szenario interessant sein, wenn die Anlage nicht auf Haushaltsverbrauch optimiert wird. Haushaltsstrom wird dann weiterhin vollständig aus dem Netz bezogen und muss in der Gesamtbetrachtung enthalten sein.
Messkonzept, Anlagenzuordnung und Abrechnung müssen vorab mit Netzbetreiber und Fachbetrieb geklärt werden. Vergleichen Sie bei beiden Varianten identische Anlagen- und Finanzierungskosten.
So lesen Sie das Rechenergebnis
Bei Teileinspeisung setzt sich der Nutzen aus vermiedenem Netzbezug und Vergütung des Überschusses zusammen. Bei Volleinspeisung wird die gesamte Erzeugung mit dem gewählten Satz bewertet; der Haushaltsbezug bleibt davon getrennt.
Ändern Sie Eigenverbrauch, Strompreis, Vergütung und laufende Kosten einzeln. Eine Entscheidung sollte auch Finanzierung, Degradation, Reparaturen, Steuern und das konkrete Messkonzept berücksichtigen.