Arbeitspreis und Grundpreis werden mit Ihrem Verbrauch berechnet. Sofortbonus und Neukundenbonus können diese Rechnung deutlich senken.
- Bonusbedingungen erfüllt?
- Abschlag ohne Bonus höher?
- Preisgarantie ab Lieferbeginn?
Stromtarif-Rechner
Ein hoher Bonus kann einen Tarif im ersten Jahr günstig aussehen lassen. Entscheidend ist, was Sie insgesamt zahlen, wenn der Bonus wegfällt und die Preisgarantie endet.
Der Vergleich ist kostenlos. Der direkte Partnerlink ist als Anzeige gekennzeichnet.
Die kurze Antwort
Für einen fairen Vergleich brauchen Sie keine komplizierte Tarifmathematik. Rechnen Sie mit Ihrem tatsächlichen Jahresverbrauch, trennen Sie einmalige Boni von laufenden Preisen und schauen Sie mindestens bis zum Ende der geplanten Vertragsdauer.
Arbeitspreis und Grundpreis ergeben die Kosten vor Bonus. Ein beworbener Monatsbetrag kann den Bonus bereits einrechnen.
Prüfen Sie Auszahlung, Mindestverbrauch, Neukundenstatus und die nötige Belieferungszeit in den Vertragsbedingungen.
Eine Garantie kann Steuern, Abgaben, Netzentgelte oder Messkosten ausnehmen. Der Name allein sagt noch nicht, wie weit der Schutz reicht.
Bei einem Bonustarif ist der nächste Wechsel oft Teil der Rechnung. Ohne Erinnerung wird aus dem günstigen ersten Jahr schnell ein teures Folgejahr.
Direkt nachrechnen
Übertragen Sie die Werte aus dem Preisblatt. Der Rechner zeigt das erste Jahr, das Folgejahr, den angerechneten Bonus und einen Vergleichstarif ohne Bonus nebeneinander.
Eigene Vertragsdaten einsetzen
Die vorausgefüllten Werte sind nur ein Rechenbeispiel. Übertragen Sie Preise, Bonusbedingungen und Garantie aus den jeweiligen Tarifunterlagen.
Ergebnis
Im geprüften Bereich bis 20.000 kWh gibt es mit diesen Eingaben keinen Kostenschnittpunkt.
Tarifdetails im Vergleich prüfenDie Voreinstellungen sind nur ein Beispiel. Preise und Bonusbedingungen ändern sich je nach Anbieter, Postleitzahl und Verbrauch. Für die Prüfung zählt immer Ihr konkreter Vertrag.
Die Laufzeit verstehen
Die passende Laufzeit hängt nicht nur vom Preis ab. Entscheidend ist, ob Sie flexibel bleiben möchten, wie lange die Preisgarantie gilt und ob ein Bonus erst nach einer bestimmten Belieferungszeit ausgezahlt wird.
Arbeitspreis und Grundpreis werden mit Ihrem Verbrauch berechnet. Sofortbonus und Neukundenbonus können diese Rechnung deutlich senken.
Der einmalige Bonus fällt weg. Es zählen die laufenden Preise und – falls vorgesehen – eine Preisänderung nach dem Ende der Garantie.
Eine Laufzeit von ungefähr einem Jahr hält Sie beweglich. Sie können den Tarif nach einer vollständigen Belieferungsperiode neu bewerten und müssen nicht zwei teure Folgejahre abwarten. Die Verbraucherzentrale empfiehlt bei einem akzeptablen Angebot eine Laufzeit von etwa einem Jahr in Verbindung mit einer passenden Preisgarantie – die Begründung und die Filterempfehlungen sind dort ausführlich erklärt.
Prüfen Sie trotzdem die Bonusklausel. Vertragslaufzeit und Belieferungszeit können voneinander abweichen. Wenn der Bonus zwölf Monate tatsächliche Belieferung verlangt, reicht eine Kündigung zum Ende der Mindestlaufzeit nicht automatisch aus.
Eine längere Bindung kann zu Ihnen passen, wenn der Tarif ohne Bonus bereits konkurrenzfähig ist und die Preisgarantie die relevante Laufzeit abdeckt. Sie kaufen damit mehr Planungssicherheit, geben aber Flexibilität ab. Ein niedriger Einstiegspreis allein rechtfertigt die Bindung nicht.
Die Bundesnetzagentur erklärt, dass Energielieferverträge für Verbraucher höchstens zwei Jahre laufen dürfen. Für Verträge, die seit März 2022 geschlossen wurden, ist nach der Erstlaufzeit nur eine unbefristete Verlängerung mit höchstens einem Monat Kündigungsfrist vorgesehen. Lesen Sie die Hinweise der Bundesnetzagentur zu Vertragslaufzeit und Kündigung, bevor Sie sich auf eine lange Laufzeit festlegen.
Die Rechnung dahinter
Der wichtigste Schritt ist, Einmalvorteile und laufende Kosten getrennt zu betrachten. Dadurch sehen Sie sofort, ob ein Bonus nur den Einstieg verbilligt oder ob der Tarif auch ohne Prämie mithalten kann.
| Zeitraum | Rechnung | Was Sie prüfen |
|---|---|---|
| Jahr 1 | Verbrauch × Arbeitspreis + Grundpreis − Bonus | Gilt der Bonus für Ihren Verbrauch und Ihren Neukundenstatus? |
| Jahr 2 | Verbrauch × Preis nach Garantie + Grundpreis | Welcher Preis gilt, wenn der einmalige Bonus wegfällt? |
| 24 Monate | Kosten Jahr 1 + Kosten Jahr 2 | Bleibt der Tarif gegenüber einer Alternative wirklich günstiger? |
Einmalige Vorteile
Der Bonus gehört in die Rechnung – aber an die richtige Stelle. Er senkt den Preis des Zeitraums, in dem er ausgezahlt wird. Er macht den Arbeitspreis nicht dauerhaft niedriger und ersetzt keine Prüfung der Vertragsbedingungen.
Kommt der Bonus als Sofortgutschrift, mit der ersten Rechnung oder erst nach einer bestimmten Belieferungszeit?
Gibt es einen Mindestverbrauch, eine besondere Definition von „Neukunde“ oder einen Ausschluss bei Umzug, PV oder Wärmepumpe?
Bezieht sich der Prozentsatz auf den Gesamtpreis, nur auf den Arbeitspreis oder auf den Nettobetrag? Gibt es einen Bonusdeckel?
Die Verbraucherzentrale warnt davor, den Bonus ungeprüft aus der Tarifdarstellung zu übernehmen. Entscheidend sind Vertrag und AGB, nicht nur die Ergebniszeile eines Portals. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Vertragslaufzeit und tatsächlicher Belieferungszeit. Lesen Sie dazu die Hinweise der Verbraucherzentrale zu Bonus-Tarifen.
Nächster sinnvoller Schritt
Nutzen Sie denselben Verbrauch und prüfen Sie den Preis ohne Einmalvorteil.
Schutz vor Preisänderungen
Eine Preisgarantie ist eine Vertragsklausel, keine pauschale Zusage für jede Position auf der Rechnung. Sie gilt für eine festgelegte Dauer und für die Bestandteile, die der Anbieter nennt.
Die Bundesnetzagentur beschreibt genau diesen Unterschied: Preisbindungsklauseln können Dauer und Preisbestandteile begrenzen. Selbst bei einer Garantie kann sich der Endpreis deshalb verändern, wenn ein nicht erfasster Bestandteil steigt. Prüfen Sie den konkreten Garantieumfang in der Vertragszusammenfassung und lesen Sie ergänzend den Ratgeber Stromtarif mit Preisgarantie.
Beispiel mit den Rechnerwerten
Nehmen wir einen Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Bei 30 Cent je kWh und 180 Euro Grundpreis entstehen vor Bonus 1.230 Euro im ersten Jahr. Ein Sofortbonus von 50 Euro und ein gedeckelter Neukundenbonus von 180 Euro drücken die erste Jahresrechnung auf 1.000 Euro.
Ein Vergleichstarif ohne Bonus mit 31 Cent je kWh und 160 Euro Grundpreis kommt im selben Modell auf 2.490 Euro für 24 Monate. Der Bonustarif wäre in diesem Beispiel rechnerisch 198,50 Euro günstiger. Das Ergebnis kippt aber, wenn der Bonus nicht ausgezahlt wird, der Verbrauch anders ausfällt, die Preisänderung höher ist oder Sie den Tarif nach dem ersten Jahr nicht kündigen können. Genau deshalb ist die Rechnung eine Entscheidungshilfe und kein Sparversprechen.
Vor dem Abschluss
Legen Sie die letzte Jahresabrechnung und die Vertragszusammenfassung nebeneinander. So vergleichen Sie nicht nur eine werbliche Preiszeile, sondern die Bedingungen, die später wirklich gelten.
Eine kompakte Ergänzung finden Sie in der Checkliste der Verbraucherzentrale für den Anbieterwechsel. Wenn die Rechnung selbst unklar ist, hilft der Ratgeber Stromrechnung prüfen. Für die Suche nach aktuellen Angeboten können Sie anschließend den Stromanbieter-Vergleich nutzen.
Quellen und Einordnung
Die Links führen zu unabhängigen Verbraucherinformationen oder Behörden. Sie ersetzen nicht den Blick in Ihren konkreten Vertrag, helfen aber dabei, typische Klauseln und Vergleichsfehler einzuordnen.
Häufige Fragen
Nein. Zwölf Monate geben Ihnen mehr Beweglichkeit, sind aber nicht automatisch günstiger. Ein Tarif mit 24 Monaten kann sinnvoll sein, wenn der Gesamtpreis passt, die Preisgarantie lange genug gilt und Sie nicht auf einen Bonus angewiesen sind. Vergleichen Sie deshalb die Kosten für die gesamte relevante Laufzeit.
Meist senken Sofortbonus und Neukundenbonus die erste Jahresrechnung. Diese Gutschriften fallen nur einmal an. Im zweiten Jahr zählen wieder Arbeitspreis und Grundpreis des Tarifs; beide können höher sein als bei einem Vergleichstarif ohne Bonus.
Eine Preisgarantie bindet den Anbieter nur an die im Vertrag genannten Preisbestandteile und für die vereinbarte Dauer. Beschaffungskosten und Vertrieb sind häufig erfasst. Steuern, Abgaben, Umlagen, Netzentgelte oder Messstellenentgelte können ausgenommen sein. Entscheidend ist der genaue Wortlaut des Vertrags.
Eine ordentliche Kündigung ist während der vereinbarten Mindestlaufzeit in der Regel nicht möglich. Ein Sonderkündigungsrecht kann zum Beispiel bei einer Preiserhöhung bestehen. Prüfen Sie die Kündigungsbedingungen in der Vertragszusammenfassung und im Preisänderungsschreiben.
Das hängt von den Bonusbedingungen ab. Vertragslaufzeit und Belieferungszeit können unterschiedlich beginnen. Manche Boni setzen zwölf Monate tatsächliche Belieferung voraus. Lesen Sie die AGB und fragen Sie vor dem Abschluss, ob eine Kündigung zum Ende der Mindestlaufzeit den Bonusanspruch berührt.
Sie brauchen Ihren Jahresverbrauch, den Brutto-Arbeitspreis, den jährlichen Grundpreis, Sofort- und Neukundenbonus, Bonusdeckel, Mindestverbrauch, Laufzeit, Preisgarantie und eine realistische Annahme für mögliche Preisänderungen. Für den Vergleichstarif reichen Arbeitspreis und Grundpreis.
Nein. Die Werte sind ein Rechenbeispiel und keine Tarifempfehlung. Übertragen Sie immer die Preise und Bedingungen aus dem konkreten Preisblatt oder der Vertragszusammenfassung. Der Rechner lädt keine Live-Tarife und ersetzt keine Prüfung der AGB.
Ein Bonustarif kann im ersten Jahr günstiger sein, wenn Sie die Auszahlung sicher erreichen und den Wechsel zum passenden Zeitpunkt planen. Ein Tarif ohne Bonus ist leichter über mehrere Jahre zu beurteilen. Rechnen Sie beide Varianten mit demselben Verbrauch und vergleichen Sie die Gesamtkosten.
Nächster Schritt
Nutzen Sie Ihren echten Verbrauch, vergleichen Sie die Jahreskosten ohne Bonus und lesen Sie die Vertragsbedingungen vor dem Abschluss. So wird aus dem günstigsten Einstieg ein Tarif, der zu Ihrem Haushalt passt.