Strompreis-Dashboard
Strompreis Deutschland aktuell: Den Markt lesen. Den Tarif richtig prüfen.
Was kostet Strom gerade – und ist Ihr eigener Tarif noch plausibel? Das Dashboard zeigt die Preisbewegung für Neu- und Bestandskunden, stellt dynamische Tarife daneben und übersetzt die Kurven in konkrete Prüfschritte für Ihre nächste Stromrechnung.
Letzte Datenzeile
37,63 ct/kWh modellierter Neukundenpreis für 3.500 kWh JahresverbrauchDie kurze Antwort
Der aktuelle Strompreis ist eine Richtung – keine Rechnung.
Wenn Sie nach dem Strompreis in Deutschland suchen, wollen Sie meistens eine Entscheidung treffen: Lohnt sich ein Anbieterwechsel? Ist die Grundversorgung zu teuer? Passt ein dynamischer Tarif zu Ihrem Haushalt? Eine einzelne Zahl beantwortet keine dieser Fragen zuverlässig.
Genau dafür ist diese Seite gebaut. Die regelmäßig aktualisierte Reihe zeigt, wie sich typische Preisniveaus bewegen. Sie hilft Ihnen, eine auffällige Differenz zu erkennen und anschließend mit Ihren eigenen Verbrauchsdaten nachzurechnen. Der entscheidende Schritt ist immer der Vergleich des vollständigen Jahrespreises – nicht der Blick auf den Arbeitspreis allein.
Das Preisbarometer
Strompreise in Deutschland über die letzten zwölf Monate
Eine Orientierung für Marktbewegungen – keine individuelle Rechnung und kein Angebot für Ihre Postleitzahl.
Die Kurven zeigen Brutto-Gesamtpreise für einen Referenzhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch. Die letzte Zeile ist markiert; sie ist der beste Einstieg für die aktuelle Einordnung. Für eine eigene Rechnung zählen danach Ihr Verbrauch und die vollständigen Tarifbedingungen.
Der modellierte Neukundenwert liegt zuletzt über dem Bestandswert. Bei 3.500 kWh entspricht der Abstand rechnerisch etwa 69,65 € im Jahr.
In der letzten Datenzeile liegt der dynamische Modellwert höher. Das ist ein Größenvergleich, kein Sparversprechen: Schwankungen und Ihr Verbrauchsverhalten zählen mit.
| Monat | Neukunden | Bestandskunden | Dynamisch |
|---|---|---|---|
| Sept. 2025 | 36,26 ct/kWh | 36,66 ct/kWh | 35,77 ct/kWh |
| Okt. 2025 | 36,55 ct/kWh | 36,49 ct/kWh | 35,83 ct/kWh |
| Nov. 2025 | 36,76 ct/kWh | 36,43 ct/kWh | 38,03 ct/kWh |
| Dez. 2025 | 37,05 ct/kWh | 36,46 ct/kWh | 36,86 ct/kWh |
| Jan. 2026 | 35,61 ct/kWh | 35,62 ct/kWh | 37,47 ct/kWh |
| Feb. 2026 | 35,39 ct/kWh | 35,70 ct/kWh | 35,75 ct/kWh |
| März 2026 | 34,56 ct/kWh | 35,72 ct/kWh | 36,26 ct/kWh |
| Apr. 2026 | 35,62 ct/kWh | 35,66 ct/kWh | 33,20 ct/kWh |
| Mai 2026 | 35,37 ct/kWh | 35,66 ct/kWh | 35,23 ct/kWh |
| Juni 2026 | 35,80 ct/kWh | 35,64 ct/kWh | 37,18 ct/kWh |
| Juli 2026 | 36,20 ct/kWh | 35,61 ct/kWh | 36,15 ct/kWh |
| Aug. 2026 | 37,63 ct/kWh | 35,64 ct/kWh | 38,88 ct/kWh |
Wichtig für die Einordnung: Ein Deutschlandwert ersetzt keinen Tarif für Ihre Postleitzahl. Netzgebiet, Verbrauch, Grundpreis, Preisgarantie, Laufzeit und Bonusregeln verändern den tatsächlichen Jahrespreis. Auch der Haushaltsdurchschnitt ist wegen Stichtag und Berechnung kein direkter Vergleich zu einer einzelnen Kurve.
Datenstand: August 2026; aktualisiert am 08. September 2026. Quelle der Monatsreihe ist die Bundesnetzagentur auf SMARD.de. Die zugrunde liegenden Daten können über den SMARD-Datenexport nachvollzogen werden; die Regeln zur Weiterverwendung stehen in der SMARD-Datennutzung. Der getrennte Haushaltsdurchschnitt stammt aus der Tarifübersicht der Bundesnetzagentur.
Drei Linien, drei Fragen
So lesen Sie das Preisbarometer richtig
Die wichtigste Information steckt nicht in der lautesten Zahl, sondern im Verhältnis der Reihen. Jede Linie beschreibt eine andere Vertragssituation. Zusammen zeigen sie, ob der Markt gerade eher ruhig läuft oder ob sich ein genauer Blick auf Ihren Tarif lohnt.
Neukunden
Diese Reihe beantwortet die Frage: Welches Preisniveau wird bei einem neuen Vertrag modelliert? Sie ist der passende Startpunkt, wenn Sie aus der Grundversorgung kommen oder ohnehin wechseln möchten. Vergleichen Sie den Wert mit einem konkreten Angebot, aber rechnen Sie den Grundpreis und die Bedingungen immer mit ein.
Bestandskunden
Ein laufender Vertrag reagiert häufig anders als ein Neuabschluss. Diese Reihe hilft Ihnen zu prüfen, ob Ihr Tarif im Verhältnis zum allgemeinen Bestandsniveau auffällig wirkt. Sie ist kein Beweis für eine Überzahlung: Ihr Vertrag kann eine Preisgarantie, einen anderen Verbrauch oder besondere Konditionen haben.
Dynamische Tarife
Hier fließen stärkere Bewegungen aus der Beschaffung ein. Das kann zu niedrigeren Preisen in günstigen Börsenphasen führen, aber ebenso zu höheren Werten in teuren Stunden. Die Verbraucherzentrale erklärt die Voraussetzungen und Grenzen ausführlich.
Schon kleine Unterschiede pro Kilowattstunde summieren sich bei hohem Verbrauch. Bei einem Haushalt mit Wärmepumpe, Elektroauto oder elektrischer Warmwasserbereitung ist der Arbeitspreis besonders relevant. Bei geringem Verbrauch kann dagegen ein niedriger Grundpreis mehr ausmachen. Das Preis-pro-kWh-Glossar erklärt beide Größen mit einer einfachen Rechnung.
Sie möchten aus der Orientierung konkrete Angebote machen?
Prüfen Sie verfügbare Ökostrom-Tarife mit Ihrer Postleitzahl und Ihrem realistischen Jahresverbrauch. So sehen Sie, ob sich der Marktindikator auch in Ihrem Haushalt in einen besseren Jahrespreis übersetzt.
Die Stromrechnung auseinandernehmen
Wofür Sie beim Strompreis eigentlich zahlen
Der Preis pro Kilowattstunde wirkt eindeutig, ist aber nur ein Teil der Rechnung. Der Anbieter rechnet zusätzlich einen Grundpreis ab. Darin und im Arbeitspreis stecken mehrere Kostenblöcke, die sich nicht alle durch einen Anbieterwechsel verändern lassen.
Die Bundesnetzagentur erklärt die Preisbestandteile und zeigt, warum Verbrauch, Grundpreis und Arbeitspreis zusammen betrachtet werden müssen. Für Ihre Entscheidung genügt meist diese einfache Rechnung:
Energie, Vertrieb und Marge
Dieser wettbewerbliche Teil wird vom Lieferanten kalkuliert und reagiert auf die Beschaffungssituation.
Netzentgelte und Messung
Sie finanzieren die Nutzung des Netzes und den Messstellenbetrieb. Die Höhe hängt vom Netzgebiet ab.
Steuern, Abgaben und Umlagen
Diese Bestandteile werden staatlich oder gesetzlich geprägt und liegen nicht vollständig in der Hand des Lieferanten.
Grundpreis
Die feste Gebühr fällt unabhängig vom Verbrauch an. Ein niedriger Arbeitspreis kann bei kleinem Verbrauch trotzdem unattraktiv sein.
Vom Datenpunkt zum Vertrag
In vier Schritten prüfen, ob ein Wechsel sinnvoll ist
Das Dashboard liefert den Anlass zur Prüfung. Die Entscheidung treffen Sie mit Ihrer letzten Jahresabrechnung und den Bedingungen des neuen Tarifs. So bleibt der Vergleich realistisch und Sie laufen nicht einem künstlich niedrigen Erstjahrespreis hinterher.
-
1
Eigenen Verbrauch festhalten
Übernehmen Sie die Kilowattstunden und Gesamtkosten aus der letzten Jahresabrechnung. Schätzwerte können bei einem Umzug oder verändertem Haushalt deutlich danebenliegen.
-
2
Mit derselben Grundlage vergleichen
Nutzen Sie Ihre Postleitzahl und denselben Jahresverbrauch. Achten Sie darauf, ob Boni bereits eingerechnet sind und wie der Preis ohne Bonus aussieht.
-
3
Vertragsbedingungen lesen
Prüfen Sie Laufzeit, Kündigungsfrist, Umfang der Preisgarantie, Zahlungsweise und Kosten nach dem ersten Lieferjahr.
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4
Lieferbeginn bestätigen lassen
Nach dem Abschluss sollten Sie Kündigungsbestätigung und Starttermin kontrollieren. Beim regulären Wechsel bleibt die Versorgung bestehen.
Die Checkliste der Verbraucherzentrale empfiehlt, Boni, Preisgarantie, Laufzeit und Jahreskosten gemeinsam zu betrachten. Genau diese Angaben machen aus einer Marktzahl eine belastbare Entscheidung.
Wenn Strompreise beweglich werden
Dynamische Tarife passen nicht zu jedem Haushalt
Ein dynamischer Tarif verändert den Beschaffungsteil des Arbeitspreises mit dem Börsenmarkt. Das kann interessant sein, wenn Sie Waschmaschine, Spülmaschine, Wärmepumpe oder das Laden eines Elektroautos zeitlich verschieben können. Die violette Linie im Dashboard zeigt Ihnen, wie stark dieses Modell im betrachteten Zeitraum schwanken kann.
Entscheidend ist die Kombination aus Preisbewegung, Flexibilität und Risikotoleranz. Wer jeden Monat mit einem stabilen Abschlag planen muss, bewertet Schwankungen anders als ein Haushalt, der seinen Verbrauch bewusst in günstige Zeitfenster legen kann. Auch ein dynamischer Tarif braucht einen vollständigen Vergleich von Grundpreis, Servicegebühr und Messkosten.
Ökostrom richtig einordnen
Preis prüfen, Qualität separat bewerten
Ökostrom ist kein eigener physischer Stromkreis. Aus Ihrer Steckdose kommt Strom aus dem gemeinsamen Netz. Beim Tarif kaufen Sie die Eigenschaft „erneuerbar erzeugt“ mit Herkunftsnachweisen ein. Diese Nachweise verhindern, dass dieselbe erneuerbare Eigenschaft doppelt vermarktet wird.
Das allein sagt noch nicht, ob ein Produkt den Ausbau neuer Anlagen unterstützt oder zusätzliche ökologische Kriterien erfüllt. Das Umweltbundesamt erklärt Stromkennzeichnung und Herkunftsnachweise verständlich. Für die Marktentwicklung ist außerdem die deutschsprachige Marktanalyse Ökostrom III eine starke, datenbasierte Quelle.
Vier Fragen vor dem Abschluss
Steht im Tarif ausdrücklich, aus welchen erneuerbaren Quellen die Herkunftsnachweise stammen?
Gibt es ein unabhängiges Label mit nachvollziehbaren Zusatzkriterien?
Ist der Ökostrompreis bei gleichen Vertragsbedingungen tatsächlich passend?
Passt die Laufzeit zu Ihrem Wechselplan und zu möglichen Preisänderungen?
Quellen für den nächsten Tiefgang
Weiterlesen bei den Stellen, die den Markt erklären
Die Datenreihe ist nur dann nützlich, wenn ihre Grenzen klar sind. Diese Quellen helfen Ihnen, Preisbestandteile, Vertragsfallen und Ökostromqualität selbst nachzuprüfen.
Kurz und klar
Häufige Fragen zum Strompreis-Dashboard
Hier finden Sie die Antworten auf die Fragen, die bei einer aktuellen Preiszahl fast immer folgen. Die Details der letzten Datenzeile stehen oben in der Tabelle; die Einordnung bleibt für jede Aktualisierung gleich.
Was kostet Strom in Deutschland aktuell? +
Die aktuellste Datenzeile zeigt für einen Referenzhaushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch einen modellierten Neukundenpreis von 37,63 ct/kWh und einen modellierten Bestandspreis von 35,64 ct/kWh. Das sind Marktindikatoren, keine individuellen Angebote.
Warum zeigt das Dashboard Neu- und Bestandskunden getrennt? +
Neukundenpreise beschreiben die modellierte Situation bei einem Neuabschluss. Bestandskundenpreise bilden laufende Verträge ab. Die Reihen helfen deshalb zu erkennen, ob ein Tarifwechsel geprüft werden sollte, ersetzen aber keine Rechnung mit Ihrer Postleitzahl und Ihrem Verbrauch.
Ist der Haushaltsdurchschnitt direkt mit dem Dashboard vergleichbar? +
Nein. Der Haushaltsdurchschnitt stammt aus einer eigenen Tarifübersicht mit anderem Stichtag und anderer Berechnung. Er eignet sich als grobe Orientierung, aber nicht als exakter Zielwert für Ihren persönlichen Tarif.
Wie berechne ich meinen tatsächlichen Strompreis? +
Multiplizieren Sie Ihren Jahresverbrauch mit dem Arbeitspreis und addieren Sie den jährlichen Grundpreis. Ziehen Sie nur Boni ab, deren Bedingungen Sie sicher erfüllen. Für den Tarifvergleich sollten Sie außerdem die Kosten nach dem ersten Lieferjahr prüfen.
Warum unterscheiden sich Strompreise je nach Wohnort? +
Netzentgelte, Messkosten und die Angebote der Lieferanten unterscheiden sich regional. Deshalb gibt es keinen einzigen gültigen Strompreis für jede Postleitzahl. Ein bundesweiter Wert zeigt die Richtung, der Tarifvergleich muss am Wohnort stattfinden.
Sind dynamische Stromtarife automatisch günstiger? +
Nein. Dynamische Tarife geben Börsenpreisschwankungen im Beschaffungsteil weiter. Wer Verbrauch verschieben kann, kann von günstigen Zeitfenstern profitieren; bei ungünstigen Marktphasen steigt der Preis aber ebenfalls. Prüfen Sie zusätzlich Gebühren und Vertragsbedingungen.
Woran erkenne ich guten Ökostrom? +
Prüfen Sie Stromkennzeichnung, Herkunftsnachweise und gegebenenfalls ein unabhängiges Ökostromlabel. Herkunftsnachweise belegen die erneuerbare Eigenschaft und verhindern eine doppelte Vermarktung; sie bewerten jedoch nicht automatisch die zusätzliche ökologische Wirkung des Produkts.
Kann beim Anbieterwechsel der Strom ausfallen? +
Ein regulärer Lieferantenwechsel unterbricht die Versorgung nicht. Netzbetrieb und Liefervertrag sind getrennt. Wichtig sind vollständige Vertragsdaten, ein bestätigter Lieferbeginn und die Prüfung von Laufzeit, Kündigungsfrist und Preisgarantie.
Wie oft werden die Daten aktualisiert? +
Die Preisreihe wird regelmäßig aus dem offiziellen SMARD-Datenstand aktualisiert und vor der Veröffentlichung geprüft. Das Dashboard ist deshalb ein fortlaufend gepflegtes Preisbarometer, aber kein Live-Ticker für jede einzelne Tarifänderung.
Nächster sinnvoller Schritt
Ihre PLZ entscheidet – nicht der Deutschlanddurchschnitt.
Wenn der Marktindikator Sie zum Prüfen gebracht hat, vergleichen Sie jetzt konkrete Tarife mit Ihrem eigenen Verbrauch.